Kronberger Bote, 20.11.2003 (Behefizgala wurde zu einem großen Erfolg für Förderverein und Künstler)

 

...Ein Highlight war auch das Cellospiel der Cellistin Tatjana Drujan, die als Solistin international Erfolg hat. Begleitet von Alexander Schawgulidse spielte sie das Rondo G-Dur von Ludwig von Beethoven. Mit diesem Vortrag bekamen die Konzertbesucher Kammermusik der Spitzenklasse zu hören...

 

Taunus-Zeitung 10.03.2005 (Das Cello singt von der Leidenschaft der Liebe)

 

Wehmütig klagte das Cello, um kurz darauf wieder temperamentvoll von der Leidenschaft der Liebe zu singen. Astor Piazzollas „Meditango“, dargeboten von der Cellistin Tatjana Drujan und dem Pianisten Alexander Schawgulidse, gehörte zweifellos zu den Glanzpunkten des Frühjahrskonzerts in der Asklepios-Klinik in Falkenstein. Das Duo faszinierte die Zuhörer mit seinem Gespür für Musik, was insbesondere auch beim „Libertango“ Piazzollas  zum Ausdruck kam. Zum Seufzen schön stellt das Stück mit rasantem Tempo und treibendem Rhythmus höchste Ansprüche an die Präzision. Denn das Thema – von Cello vorgegeben und vom Piano aufgenommen – kehrt schließlich gleichzeitig bei beiden Instrumenten wieder. Drujan und Schawgulidse spielten grandios – und mit sichtlichen Vergnügen...

 

Taunus-Zeitung, 16.06.2004 (Cello und Klavier in brilliantem Zusammenspiel)

 

Wäre das Wort „Klangzauber“ nicht schon ein wenig abgegriffen, für das Entree des jungsten Konzerts des Fördervereins „Brücke zwischen Ost und West“ im Sonnenhof (Königstein) hatte sich dieser Begriff als uneingeschränkt passend erwiesen.

Denn der Pianist Alexander Schawgulidse und Cellistin Tatjana Drujan vermochten elfenhaft zarte, poetisch inspirierte Mondscheinatmosphäre zu schaffen. Schlank in der Tongebung und konturenklar formten sie Claude Debussys „Clair de Lune“, den dritten Satz aus der „Suite Bergamasque“. Dem kontrastierte die koboldhaft spukende Serenade der Cellosonate d-Moll von Debussy, entstanden 1915, drei Jahre vor dem Tod des Komponisten.

Präzise artikulierten die beiden Interpreten die grotesken Klänge, schufen eine beklemmend ausschattierte, beinahe beängstigende Atmosphäre. Kühle impressionistische Farbenpracht prägte dagegen den Kopfsatz, vitale Motorik das „Animé“ betitelte Finale. Dabei kamen sowohl der Lebenswille als auch die Todesahnungen des krebskranken Komponisten emotional bewegend zum Ausdruck – Musik als tiefgründiges Psychogramm.

In bester sich gegenseitig ansteckender Musizierlaune zeigten sich Drujan und Schawgulidse in Francis Poulencs selten zu hörender Cellosonate aus dem Jahr 1940. Der französische Cellist Pierre Fournier musste Poulenc erst zur Komposition überreden, der dafür auf schon vorhandenes Material einer geplanten Flötensonate zurückgriff. Die Darstellung des vor Überraschungen förmlich übersprühenden Werkes gelang inspirierend, schwerelos und brilliant funkelnd. Poulencs geistreiches Spiel mit den Erwartungen seiner Zuhörer wurde spannend und witzig mit immer neu auftauchenden Gestalten, gleichsam als akustisches Kino interpretiert.

Ebenfalls eine Rarität auf den Konzertpodien: Camille Saint-Saens` Cellosonate F-Dur Op. 123. Darin überzeugte das technisch saubere und gut aufeinander abgestimmte Musizieren des Duos. Vor allem der Pianist glänzte mit perlendem Figurenwerk, aber auch die Cellistin wusste die Möglichkeiten ihres Instrumentes klangvoll zur Geltung zu bringen. Besonders in der melodisch satten Romanze, die mit Sentiment, gleichwohl nicht sentimental oder kitschig erklang. Zündend war das Brillantfeuerwerk des Finales, das einen gelungen Vorabend effektvoll abschloss.

 

Taunus-Zeitung, 31.08.2006 (Konzert der Überraschungen hilft Kindern)

 

... Das Duo „Rare-á-Tête“ ... überzeugte das Publikum durch eine klassische Sonate in F-Dur von Richard Strauss. Mit sehr viel Gefühl trug das Duo sowohl die heiteren, verspielten Passagen des musikkalischen Werkes vor, wie auch die traurigen, dunkleren Sequenzen.

 

 

Taunus-Zeitung,  (Die Mendelssohns – eine außergewöhnlich talentierte Familie)

 

Über vier Jahrzehnte verwöhnte die Komponistenfamilie die Liebhaber klassischer Musik. Offenbar wurden die Musikalität und das besondere Gespür für Töne, Melodien und Harmonien von Generation zu Generation weiter vererbt. Obwohl viele zauberhafte Kompositionen entstanden, war es nur Familienmitglied Felix Mendelssohn vergönnt, wirklich bekannt zu werden... Mit dem wohl bekanntesten Sprössling aus der Musikerfamilie, die an diesem Abend im Vordergrund stand, eröffnete...das Ensemble „Rare-à-Tête“...das Konzert. Schwungvoll startete die Sonate für Violoncello und Klavier von Felix Mendelssohn Bartholdy, die in ihrem weiteren Verlauf in eine träumerisch-nachdenkliche Stimmung wechselte, bevor, es im letzten Teil der Komposition noch einmal recht flüssig und lebhaft wurde... Mit der heiteren Sonate für Violoncello und Klavier fis-Moll von Arnold Mendelssohn gaben die beiden Musiker ihren Zuhörern einen kleinen, aber beeindruckenden Einblick in die Komponistenfamilie, die ihrer Nachwelt ein umfassendes Repertoire an wunderschönen Melodien zurück gelassen hat...

 

 

Taunus-Zeitung, 24.04.2007 (Zwei Künstlerfreunde zwischen Karriere und Konkurrenenz)

 

Falkenstein. Wie oft spielt sich zwischen den Zeilen mehr ab, als man zu wissen glaubt? Wie oft liegt eine ganze Wahrheit erst in den Zwischentönen? Oder vielleicht in den Noten zweier Kompositionen? Solche Fragen stellten am Sonntagabend zwei Musiker der „Brücke zwischen Ost und West“ in den Raum des Hauses Ascara beim Kempinski-Hotel, als sie Werke der befreundeten Komponisten Richard Strauss und Ludwig Thuille intonierten.
Ars Vivendi hatte zu dem musikalischen Abend unter dem Motto „Münchner Rivalen“ eingeladen, und 40 Zuhörer ließen sich vom Spiel des Pianisten Alexander Schawgulidse und der Violoncellistin Tatjana Drujan betören.

Daran, dass Thuille und Strauss befreundet waren, wollte Schawgulidse gar nicht rütteln: „Das ist bekannt. Allerdings wurde nur einer der beiden berühmt – und wenn man erfährt, dass sich Strauss nie für den Erfolg des Freundes eingesetzt hat, etwa als er mit einer Oper scheiterte, wird man hellhörig. Bestanden da doch Rivalitäten?“ Der Vermutung verliehen die beiden mit den Stücken des Abends Ausdruck. In der ersten Hälfte des Auftritts spielten sie Strauß’ „Sonate F-Dur für Violoncello und Klavier Op. 6“ von 1880 bis 1883 und seine „Romanze F-Dur für Violoncello und Klavier o. Op. AV 75“ von 1883, die zweite Hälfte gehörte Thuilles gut 30-minütiger „Sonate d-Moll für Violoncello und Klavier Op. 22“ von 1902. Wie von Ars Vivendi und den „Brücke“-Künstlern nicht anders zu erwarten, boten Schawgulidse und Drujan ein tadelloses Spiel voller Leidenschaft und Gefühl und auf höchstem technischen Niveau. Dabei kam das Spannungsverhältnis zwischen den zumeist überschwänglich fröhlichen Noten aus Strauß’ Feder und der bisweilen schwerfälligen, melancholischen Komposition des Freundes deutlich zum Ausdruck. Strauß, und mit ihm die beiden Musiker, begannen aufbrausend und in hohen und energiegeladenen Tönen. Erst der Mittelteil der „Sonate F-Dur“ erklang ruhiger, ja bedächtig, und ausgesprochen harmonisch. Hier kam das Zusammenspiel zwischen den beiden Instrumenten erstmals zu seiner vollen Entfaltung. Mal wurde die Komposition eindringlich und spannungsgeladen, nur um sich dann wieder zu entspannen. Es folgte der zweite abrupte Sprung. Beim beschwingten Finale drängte sich das Bild eines fröhlichen Kindes, das leichtfüßig seine Welt erkundet, auf. Mal hielt es inne, wagte sich dann weiter vor und schwang sich nach neuen Entdeckungen zu großem Jubel auf. Es könnte der Jubel des Komponisten auf der Höhe seines Erfolges sein – und dann kommt doch wieder die sanfte Note, gewissermaßen als Reminiszenz an den Mittelteil.
Die 40 Zuhörer zeigten sich begeistert, spendeten zwischen den einzelnen Stücken anhaltenden Applaus. Gut 22 Minuten am Stück dauerte Strauß’ „Sonate“, die folgende „Romanze“ erstreckte sich über weitere 12 Minuten, bevor im zweiten Teil schließlich Thuilles „Sonate d-Moll“ erklang. Ein höchst romantisches Stück voller dramatischer Höhen und Tiefen. Die Komposition gab dem Violoncello bisweilen ausgiebig Raum, sich zu entfalten, und so trug Drujan über lange Passagen beinahe im Alleingang die Darbietung. Ein Hauch von Trauer und Melancholie lag in all diesen Klängen. „Die Finals von Strauß und Thuille basieren beide auf dem gleichen Rhythmus“, erklärte Schawgulidse. „Mit diesen Vorgaben überschlägt sich Strauß beinahe vor Freude, während Thuille auch im Finale traurig wirkt.“ 

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© Alexander Schawgulidse